07.09.2026

Deutschland

Dirk Geiger baut Meisterschaftsführung mit Doppelsieg auf dem Nürburgring aus

Dirk Geiger baut Meisterschaftsführung mit Doppelsieg auf dem Nürburgring aus

Dirk Geiger⁠ lieferte am Nürburgring ein weiteres perfektes Ergebnis ab, holte die Pole-Position und gewann beide EURO MOTO Supersport-Rennen für das Team APRECO⁠. Nach einem Wochenende, das anfangs einiges an Setup-Arbeit erforderte, fanden Geiger und seine Crew die richtige Richtung und münzten diese mit der Yamaha R9⁠ in maximale Punkte um.

Das Nürburgring-Wochenende begann einen Tag früher als gewohnt mit einem zusätzlichen Testtag am Donnerstag. Insgesamt bot die Eifel stabile und meist trockene Bedingungen, wobei lediglich das Q1 am Samstagmorgen von einer nassen Strecke beeinträchtigt wurde, bevor sich das Wetter wieder besserte.

Mit zahlreichen Zuschauern rund um die Strecke und einem gut besuchten Gridwalk bot der Nürburgring wieder einmal eine tolle Motorsport-Atmosphäre.

Donnerstagstest hilft bei der Suche nach der richtigen Richtung

Obwohl er das Wochenende letztendlich dominierte, war der Start für Geiger nicht ganz unkompliziert.

Der zusätzliche Testtag am Donnerstag verschaffte dem Team wertvolle Zeit, um die Richtung zu verstehen, die sie beim Setup einschlagen mussten, auch wenn Geiger mit dem Paket nicht sofort zufrieden war.

„Das Wochenende lief insgesamt wirklich gut. Am Anfang hatten wir ein wenig zu kämpfen, daher hat uns der zusätzliche Testtag am Donnerstag auf jeden Fall geholfen, eine Richtung zu finden und zu verstehen, wohin wir gehen müssen.“

Am Freitag ging es weiter voran. Geiger und seine Crew erzielten Verbesserungen, obwohl es eine Herausforderung blieb, das volle Potenzial des Setups konstant auszuschöpfen.

Nach einer weiteren Analyse am Freitagabend machten sich die Änderungen bezahlt. Geiger beendete das kombinierte Freie Training auf dem ersten Platz mit einer Zeit von 1:26,640 Minuten, 0,511 Sekunden vor seinem Teamkollegen Lennox Lehmann⁠ und 0,598 Sekunden vor seinem Meisterschaftsrivalen Daniel Blin.

„Am Freitag haben wir etwas gefunden, das funktioniert hat, aber wir konnten es nicht wirklich konstant zusammenbringen. Wir haben am Abend viel analysiert, und am Samstag waren wir auf einmal ein ganzes Stück schneller. Die Rennpace war genau da, wo wir sie haben wollten.“

Pole-Position für Geiger

Da das Q1 am Samstagmorgen von der nassen Strecke beeinträchtigt war, fiel die Entscheidung im Qualifying erst, als sich die Bedingungen verbesserten.

Geiger zeigte sofort die über Nacht erzielten Fortschritte und sicherte sich mit einer 1:26,236 die Pole-Position.

Es war ein weiteres starkes Qualifying für das Team APRECO⁠, wobei Lehmann mit der Yamaha R9⁠ als Zweiter, nur 0,160 Sekunden hinter Geiger, den Doppelsieg perfekt machte. Blin qualifizierte sich als Dritter, 0,497 Sekunden hinter der Pole.

In der ersten Startreihe versammelten sich somit die drei führenden Fahrer der Meisterschaft für das erste Rennen des Wochenendes.

Rennen 1: Eine andere Herausforderung an der Spitze

Rennen 1 stellte Geiger im Vergleich zu einigen seiner jüngsten Siege vor eine andere Situation. Anstatt sofort eine Lücke aufzureißen, stand Geiger in der Anfangsphase unter ständigem Druck, da Lehmann und Blin direkt hinter ihm lagen.

„Rennen 1 war ein bisschen seltsam für mich. Am Anfang fühlte ich mich etwas verloren, aber ich konnte die Führung behaupten, obwohl Lennox und Daniel direkt hinter mir lagen. Das war eine neue Situation, da ich mich in den vorherigen Rennen oft sofort absetzen konnte.“

Geiger blieb geduldig und fand allmählich seinen Rhythmus. Um die Mitte des Rennens verbesserte sich sein Tempo, und er konnte sich schließlich von den Fahrern hinter ihm lösen.

Als die Lücke erst einmal klaffte, verwaltete Geiger seinen Vorsprung bis zur Zielflagge und sicherte sich einen weiteren Sieg.

Rennen 2: Von Anfang an kontrolliert

Am Sonntag war Geiger fest entschlossen, die schwierigen Anfangsrunden aus Rennen 1 nicht zu wiederholen.

Ein starker Start ermöglichte es ihm, sofort sein Tempo zu finden und einen Vorsprung an der Spitze aufzubauen.

„Rennen 2 lief noch besser. Ich hatte einen guten Start, habe die Überholmanöver sofort gesetzt und die Anfangsrunden nicht wie am Vortag verschlafen. Ich konnte sofort gute Rundenzeiten fahren.“

Geiger erarbeitete sich schließlich einen Vorsprung von rund vier Sekunden und konnte den Rest des Rennens kontrollieren.

Nach 16 Runden überquerte er die Ziellinie 3,148 Sekunden vor Lennox Lehmann⁠, der sich den zweiten Platz sicherte und damit für einen weiteren Doppelsieg des Teams APRECO sorgte. Blin kam nur 0,094 Sekunden hinter Lehmann als Dritter ins Ziel.

Geiger fuhr mit einer 1:26,090 auch die schnellste Rennrunde.

„Als ich etwa vier Sekunden Vorsprung hatte, konnte ich das Rennen verwalten. Am Ende waren es etwa drei Sekunden, und ich konnte alles perfekt nach Hause bringen. Ein riesiges Dankeschön an das Team und an Yamaha Deutschland. Das sieht sehr gut aus im Hinblick auf Hockenheim.“

27 Punkte Vorsprung in der Meisterschaft vor Hockenheim

Das Nürburgring-Doppel hat Geigers Position an der Spitze der EURO MOTO Supersport-Meisterschaft weiter gestärkt.

Mit zwei weiteren Siegen hat Geiger nun 243 Punkte auf dem Konto. Daniel Blin bleibt mit 216 Punkten sein engster Verfolger, womit der Fahrer des Team APRECO⁠ mit einem Vorsprung von 27 Punkten in das Saisonfinale in Hockenheim geht.

Für Geiger bot der Nürburgring somit alles, was er sich hätte wünschen können: Pole-Position, zwei Siege, maximale Meisterschaftspunkte und ein vergrößerter Vorsprung vor dem Finale.

Nachdem am Donnerstag und Freitag zunächst die richtige Setup-Richtung gesucht werden musste, zahlte sich die Entwicklungsarbeit mit der Yamaha R9⁠ im entscheidenden Moment wieder direkt in Ergebnissen aus.