
22.12.2025
Spanien
Zwischen den WM-Stars der Superbike- und Supersport-Klassen mischte in Jerez auch ein bekanntes IDM-Gesicht mit: Lennox Lehmann. Die Yamaha R9 kennt der Sachse bereits, doch die Vielzahl an Testkilometern in Spanien hat den Wechsel auf das neue Bike spürbar beschleunigt.
Nach seiner Operation unmittelbar nach dem IDM-Saisonfinale am Hockenheimring, bei der ihm Metallteile an Hand und Wirbelsäule entfernt wurden, saß Lennox Lehmann früher als erwartet wieder auf dem Motorrad. Seit Anfang November reiste das Apreco Team von Strecke zu Strecke: Barcelona, Aragón, Sevilla und schließlich mehrere TageJerez standen auf dem Programm der niederländisch-deutschen Mannschaft.
„Die R9 kannten wir schon ein wenig“, erzählt Lennox. „Aber das in Jerez war nochmal ein ganz anderer Kontext, weil man plötzlich mit WM-Fahrern gemeinsam auf der Strecke unterwegs war.“ Die Maschine, mit der er dort fuhr, ist allerdings noch ein Stück von der späteren IDM-Rennversion entfernt. Der Motor läuft im Serienzustand, keine zusätzlichen PS, keine Renn-Spezifika.
Die IDM-Saison 2025 bestritt Lennox noch auf der bewährten Yamaha R6. Der Wechsel auf die R9 ist für ihn daher mehr als nur ein Modellwechsel. „Das Fahrgefühl ist komplett anders“, betont er. „Die R9 dreht viel niedriger, hat untenrum mehr Drehmoment, aber was ich am meisten spüre, ist die Länge des Motorrads.“ Trotzdem zieht er ein positives Zwischenfazit. „Unsere Zeiten sind für ein völlig serienmäßiges Motorrad wirklich gut. Damit können wir absolut leben.“
Der Fortschritt, den Yamaha mit der R9 in der Supersport-WM erzielt hat, bleibt nicht unbemerkt. Stefano Manzis Zeiten dienen Lennox als Orientierungspunkt. „Wenn man sieht, was international möglich ist, dann muss das auch national einen Schritt bringen“,sagt er überzeugt. „Letztes Jahr waren wir ebenfalls in Jerez testen, mit der R6 – einem vollwertigen Rennmotorrad. Und jetzt bin ich 1,5 Sekunden schneller als damals, obwohl ich auf einem Serienmotorrad sitze. Das stimmt mich optimistisch.“







