23.11.2025

Hockenheimring

STARKES DEBÜT: TWAN SMITS BESTER ROOKIE DER IDM SUPERBIKE 2025

STARKES DEBÜT: TWAN SMITS BESTER ROOKIE DER IDM SUPERBIKE 2025






Der 21-jährige Niederländer Twan Smits blickt auf seine erste Saison in der IDM Superbike zurück. Auf der Yamaha R1 des Teams Apreco zeigte er eine starke Entwicklung, wurde bester Rookie, Achter in der Gesamtwertung und bester Yamaha Fahrer der Saison.








„Ich habe in diesem Jahr viel gelernt und große Fortschritte gemacht. Allerdings musste ich mich auch durch einige harte Momente durchbeißen“, fasst Twan Smits seine Debütsaison zusammen.

Ein besonderer Moment war für ihn das Finale in Hockenheim: „Ich kannte viele der Jungs an der Spitze schon aus den vergangenen Jahren und im letzten Lauf war ich direkt hinter ihnen. Natürlich war ich vorher schon nah dran, aber diesmal war ich wirklich mittendrin. Zwischen so vielen bekannten und respektierten Fahrern. Ich erinnere mich noch, wie ich ihnen früher beim Kämpfen zugeschaut habe und jetzt fahre ich direkt hinter ihnen.“

Die Umstellung von der Supersport- auf die Superbike-Klasse war für Twan eine große Herausforderung. „Ehrlich gesagt musste ich meine komplette Denkweise darüber, wie man schnell fährt, ändern. Mein Instinkt war perfekt auf die Supersport-Maschine abgestimmt, aber auf der R1 funktioniert vieles anders. Wenn ich nur nach Gefühl fahre, ist die Linie oft nicht die schnellste. Ich musste jede Kurve und jede Passage neu lernen und verstehen, was auf dem Superbike funktioniert. Aber manchmal hilft mir der alte Supersport-Stil sogar, denn in bestimmten Abschnitten kann ich damit Zeit gutmachen. Am Ende geht es darum, das Beste aus beiden Welten zu kombinieren.“

Auch beim Thema Abstimmung gab es einiges zu lernen. „In der Anfangsphase war die Elektronik sicher das Schwierigste. Aus der Supersport-Klasse hatte ich damit null Erfahrung, und auch unser Team musste sich da erst einarbeiten. Yamaha und Ten Kate haben uns mit ihrer Erfahrung im Umgang mit dem Marelli-System extremgeholfen, das war entscheidend für unseren Erfolg.“

Einer seiner spektakulärsten Momente der Saison passierte dem Niederkänder ebenfalls in Hockenheim: „Die Strecke war halb nass, halb trocken. Ich bin auf einem nassen Fleck voll ans Gas gegangen und das Hinterrad ist komplett ausgebrochen. Ich dachte schon, das war’s, aber irgendwie habe ich das Ding gefangen. Und am Ende war es sogar meine schnellste Runde, die mir Platz 5 auf dem Grid gebracht hat.“

Wenn es einmal nicht lief, half ihm vor allem sein Umfeld, die Motivation zu behalten. „Meine Eltern und mein Team sind definitiv meine größten Stützen. Es gab einige Momente, in denen ich enttäuscht war. Sie haben mir dann geholfen, das große Ganze zu sehen. Man kann nicht erwarten, in ein paar Rennen vom 18. auf den ersten Platz zu fahren, auch wenn man es sich wünscht. Dinge brauchen Zeit, und ich habe gelernt, diesen Prozess zu respektieren und geduldig zu bleiben.“

Was Twan aus seiner ersten Superbike-Saison mitnimmt? „Geduld und die Erkenntnis, dass man nicht alles kontrollieren kann. Man konzentriert sich auf das, was man beeinflussen kann, gibt sein Bestes und bleibt positiv. Früher oder später wendet sich das Blatt wieder.“

Mit Blick auf die kommende Saison zeigt er sich kämpferisch: „Wenn ich ehrlich bin, will ich nächstes Jahr vorne mitfahren. Dieses Jahr war der Aufbau, jetzt haben wir ein gutes Fundament. Die kommenden Monate werden entscheidend, wir werden viel verändern und verbessern. Es wird ein arbeitsreicher, aber wichtiger Winter.“